„Don’t be evil“

„Don’t be evil“, direkt übersetzt „sei nicht böse“, war jahrelang und bis zum 21. April 2018 das inoffizielle Motto von Google, niedergeschrieben in Googles internem Mitarbeiterhandbuch, dem Code of Conduct. Der überarbeiten Version des 'Code of Conduct' vom 4. Mai 2018 fehlt jede Bezugnahme auf „Don’t be evil“. Ist Google seit dem nicht mehr „nicht böse“? Hier ist der entsprechende Abschnitt des alten Verhaltenskodex (Google Code of Conduct), der am 21. April 2018 von der Wayback Machine archiviert wurde ([Frei übersetzt von ungoogled]:

„Don’t be evil.“ Sei nicht böse. Googler wenden diese Worte im Allgemeinen darauf an, wie wir unseren Nutzern dienen. Aber "Don't be evil" ist viel mehr als das. Ja, es geht darum, unseren Nutzern einen unvoreingenommenen Zugang zu Informationen zu bieten, sich auf ihre Bedürfnisse zu konzentrieren und ihnen die besten Produkte und Dienste zu bieten, die wir können. Aber es geht auch darum, ganz allgemein das Richtige zu tun - die Gesetze zu befolgen, ehrenhaft zu handeln und Mitarbeiter mit Höflichkeit und Respekt zu behandeln.

Der Google-Verhaltenskodex ist eine der Möglichkeiten, wie wir "Don't be evil" in die Praxis umsetzen. Er basiert auf der Erkenntnis, dass alles, was wir im Zusammenhang mit unserer Arbeit bei Google tun, an den höchstmöglichen Standards für ethisches Geschäftsverhalten gemessen wird und werden sollte. Wir legen die Messlatte sowohl aus praktischen als auch aus ehrgeizigen Gründen so hoch: Unser Engagement für die höchsten Standards hilft uns, großartige Mitarbeiter einzustellen, großartige Produkte zu entwickeln und treue Nutzer zu gewinnen. Vertrauen und gegenseitiger Respekt zwischen Mitarbeitern und Nutzern sind die Grundlage unseres Erfolgs, und wir müssen sie uns jeden Tag aufs Neue verdienen.

Bitte lesen Sie also den Kodex und befolgen Sie sowohl seinen Geist als auch seinen Wortlaut, wobei Sie immer daran denken sollten, dass jeder von uns persönlich dafür verantwortlich ist, die Grundsätze des Kodex in seine Arbeit einzubeziehen und andere Googler dazu zu ermutigen. Und wenn Sie eine Frage haben oder der Meinung sind, dass einer Ihrer Kollegen bei Googler oder das Unternehmen als Ganzes unseren Verpflichtungen nicht nachkommt, sollten Sie nicht schweigen. Wir wollen - und müssen - von Ihnen hören.

Google Advertising ID

Jedes Smartphone mit etriebssystem Android oder iOS hat eine soge­nannte Werbe-ID. Das ist eine lange Folge von Zahlen und Buchstaben. Zugeteilt wird diese Kennnummer vom Hersteller des jeweiligen Be­triebssystems, also von Google oder Apple. Die Werbe-ID hat verfolgt primär das Ziel, personalisierte Werbung zu schalten. Werbung ist das Geschäftsmodell sehr vieler "kostenloser" Apps

Technisch funktioniert das so: Der Entwickler baut einen fertigen Soft­ware-Baustein von dem Werbenetzwerk in seine App ein. Nun kann das Werbenetzwerk direkt Werbung in der App anzeigen. Dabei versucht die Werbefirma, Ihnen Themen bezogene Anzeigen zu zeigen, für die Sie sich besonders interessieren. Dazu greift es auf eine Datenbank zurück, in der bereits viele Nutzerprofile liegen. In jedem Profil ist auch die zuge­hörige Werbe-ID notiert.

Bevor nun die Werbung in Ihrer App eingespielt wird, fragt die Werbe­firma Ihre Werbe-ID vom Gerät ab und gleicht sie mit der Datenbank ab. Befindet sich ein Profil mit Ihrer Werbe-ID in der Datenbank, schaut die Werbefirma nach, was in diesem Profil steht. Steht dort zum Beispiel, dass dieser Nutzer wahrscheinlich männlich und Bartträger ist, schaltet das Werbenetzwerk Werbung für passende Produkte.

Zwar kann der Benutzer ständig manuell sein Werbe-ID ändern und auch sein Einverständnis für Nutzung der Werbe-ID widersprechen, aber einfacher und sicherer ist es, wenn so eine Werbe-ID erst garnicht im Smartphone Betriebssystem drinnen steckt. Wie das in der Praxis aussehen kann, erfahren Sie hier.

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Big Tec is watching you

Die Untersuchung »Contact Tracing App Privacy: What Data Is SharedBy Europe’s GAEN Contact Tracing Apps« von Douglas J. Leith, Stephen Farrell, School of Computer Science & Statistics, Trinity College Dublin, Ireland 18th July 2020, zeigt unmissverständlich auf, wie schamlos und beträchtlich Google seine Nutzer auskundschaftet. Nahezu alle Android-Nutzer, die die Google Play Dienste auf ihrem Gerät installiert haben, sind davon betroffen.

Die Google Play Services (GooglePlay-Dienste) kontaktieren ständig die Google Server und geben die IP-Adresse und IMEI des Android Telefons, die Hardware- und SIM-Serien- und die Telefonnummer, die WiFiMAC-Adresse sowie E-Mail-Adresse des Nutzers zusammen mit feinkörnigen Daten über die auf dem Telefon ausgeführten Apps (Nutzerstatistiken von Apps) an Google weiter. Diese Datensammlung wird einfach durch Aktivieren der Google Play Services aktiviert, auch wenn alle anderen Google-Dienste und -Einstellungen deaktiviert sind.

»Ich kann nur an jeden appellieren, dem seine Daten noch am Herzen liegen. Tut was und steht nicht an der Seitenlinie, wenn Google und Co. ungeniert eure Daten abschöpfen und damit Umsatz machen.« ↪ Mike Kuketz in seinem Block Kuketz IT-Security. Neben seiner freiberufenliche Tätigkeit als Penetrationstester die IT-Systeme prüft er sicherheitsrele­vante Schwachstellen und arbeitet auch »Technisch-organisatorischer Datenschutz, Datensicherheit« bei der Dienststelle des Landesbeauf­tragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Baden-Württemberg.

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Scheinheiliges Google
Ein neuer Sicherheitsbereich in Google Play soll Transparenz darüber schaffen, wie Apps Daten nutzen.

"New safety section in Google Play will give transparency into how apps use data" titelt Google am 6. Mai 2021 seinen Android Developer Blog und kündigt damit die im zweiten Quartal 2022 für Entwickler verpflichtetende neue Praxis an. Das hört sich doch schon einmal recht erfreulich an.

Im Google Play Store gelistete Android-Apps müssen in Zukunft direkt dort angeben, welche Daten sie sammeln und wie mit ihnen umgegangen wird. Dazu soll ein Sicherheitsbereich auf den Play-Store-Seiten der Anwendungen einrichtet werden, der diverse Fragen rund um den Umgang mit Daten übersichtlich beantworten soll. In diesem Sicherheitsbereich müssen Entwickler angeben, welche Daten ihre App sammelt – also etwa den Aufenthaltsort des Nutzers, persönliche Informationen, Fotos und gespeicherte Kontakte. Außerdem müssen die Die Entwickler erklären, wie diese Daten verwendet werden.

Google schiebt allein den App-Entwicklern den 'schwarzen Tracking Peter' zu und "vergisst" seinen permanent tätigen Spion 'Google Play-Dienste' zu entwanzen. Don't be evil, Google!

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Google Play Services vs. MicroG Services
/e/ - Android ganz ohne Google

nutzen - titelt die PC Welt von IDG vom 07.04.2021. »Das Betriebssystem /e/ macht es möglich, Android-Smartphones ohne Google zu verwenden. Das Mobiltelefon lässt sich dabei so einfach bedienen und inklusive der meisten Apps nutzen wie zuvor ...

Bei unserer Stichprobenkontrolle waren – abgesehen von den Google-eigenen Apps wie Google Maps – über 80 Prozent der Anwendungen verfügbar: darunter Whatsapp, Spotify, Dropbox, DB Navigator (Bahn), die TV-Mediatheken und viele mehr. Einzelne wie die Corona Warn-App aber funktionieren nicht, weil sie auf Google-Dienste angewiesen sind.«

Diese Aussage ist nicht haltbar! Seit im Mai/Juni 2020 die für die Entwicklung der Corona-Warn-App von der Bundesregierung via Robert-Koch-Institut (RKI) beauftragten DAX-Unternehmen SAP und Telekom/T-Systems - nebenbei: Mit 7 Millionen Euro Steuergeldern von der EU subventioniert - ein erster Code auf Github veröffentlicht wurde, um danach eine halbwegs funktionierende App zu präsentieren, seitdem habe ich mit der /e/Community speziell diese App, aber auch andere europäische Corona-Apps getestet, beispielsweise Dutch Coronamelder App, StopCovid France, Stopp Corona Austria, SwissCovid, Belgian Coronalert App, (British) NHS Covid-19 App.

Alle funktionierten mit dem /e/OS nebst microG mit wenigen Einschränkungen. So konnte bei der britischen Version die Funktion ‘Venue check-in’ nicht benutzt werden, weil der App-Code extrem nah an den Google-Play-Diensten programmiert wurde.

Parallel dazu wurden alle Corona-Warn-Apps mit LineageOS-for-microG ebenfalls erfolgreich getestet. Das vom deutschen Entwickler Marvin Wißfeld entwickelte alternative Open Source microG-Framework interpretiert Google’s Überwachungswanze, die Google Play Services aka Googel Play-Dienste, und ermöglicht so das Benutzen weit über 80% aller Google-Play-Services abhängigen Apps.

Marvin Wißfeld hat auch im Alleingang und ohne Steuergeldzuschüsse eine hochgradig europaübergreifende 'Corona Contact Tracing Germany' entwickelt und pflegt diese kontinuierlich. Diese App funktioniert nicht nur mit microG sondern auch mit den original Google Play Services. OTA-Updates erfolgen über den 'F-Droid Store'.

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Google liest mit
Google wertet E-Mails weiterhin automatisiert aus, selbst wenn man Gmail selbst nicht nutzt.

Als Gmail-Nutzer sollte man sich vor Augen führen, dass jede ein- und ausgehende E-Mail von Google automatisiert gescannt bzw. analysiert wird. Google verwendet die Inhalts- bzw. Meta-Daten lediglich nicht mehr für interessenbezogene Werbung.

Aus den E-Mails lassen sich eine Menge an Erkenntnissen gewinnen, die Google bspw. einem Profil zuordnen kann: Mit wem man wann in Kon­takt steht, Betreff, Absender, Links, Stichwörter, Auslesen aller Kalender­einträge (bspw. Vereinssport, Paarberatung), Auswertung von Daten­punk­ten wie z.B. Wohnort, Alter, Bildungsniveau, Hausgröße, Interessen.

Wer Gmail selbst nicht nutzt, aber Kon­takt mit Gmail-Adresen pflegt, darf davon ausgehen, dass Google auch diese Mails scannt. Und nicht nur E-Mail. Auch Fotos und Videos, die Sie speichern, Dokumente und Tabellen, die Sie erstellen, und Kommentare, die Sie zu YouTube-Videos schreiben, werden ausgewertet. Ein Gmail-Nutzer mag der Auswertung seiner E-Mail-Inhalte zugestimmt haben.

Doch für jemanden, der kein Gmail-Konto besitzt, gilt diese Vereinbar­ung nicht – und dennoch werden beim Versenden an Gmail-Konten auch »fremde« Inhalte gescannt und ausgewertet. Wer Gmail nicht nutzt, sollte seine Kommunikation mit Gmail-Kontakten kritisch gegen­überstehen. Denn niemand kann garantieren, dass Google keine Schat­tenprofile anlegt, wie sie bspw. Facebook über Nicht-Nutzer anlegt." warnt Mike Kuketz in seinem Microblog am 31.03.2021, 11:58 MESZ

An Google's Tropf
Abhängigkeiten von Google Play Services aka Play-Dienste.

Zwar ist das Betriebssystem Android™ Open Source, aber viele der Anwendungen hängen von den Google Play Services ab. Diese "Service" Software ist proprietär, das bedeutet, dies ist eine Software deren Nutzung und Weiterverbreitung durch Google LLC stark eingeschränkt wird, über Softwarepatente, das Urheberrecht und Lizenzbedingungen.

Erschwert wird die Nutzung zusätzlich, dass Standards und Schnittstel­len nicht öffentlich gemacht werden. Von Android Version zu Android Version hat Google immer mehr Teile des offenen Betriebssystems in das geschlossene Goolle-Dienst verschoben. Die Konsequeznen daraus sind u. a., das eine Vielzahl von Apps ohne installiertes GMS nicht oder nicht rich­tig funktionieren. Google hat Abhängigkeiten geschaffen, de­nen sich die eine übergroße Mehrheit an App-Entwicklern beugt.

In zwei Dritteln der mehr als 2,5 Millionen Android Apps im Google Play Store stecken Tracker, selbst in den allermeisten kostenpflichtigen Apps, einige harmlos, andere ein Risiko für die Privatsphäre. Die sogenannten Tracker agieren meist unbemerkt im Hintergrund und protokollieren die digitalen Bewegungen des Benutzers.

ungoogled 15.10.2021

Massive Datenschnüfflerei von Google, Huawei, Realme, Samsung und Xiaomi

Die Google Play Services aka Google Play-Dienste, sind seit Jahren dafür bekannt, personenbezogene Daten von den Nutzern bzw. den Android-Geräten zu sammeln und an Google in Realtime zu übermitteln (siehe weiter oben). In einer Studie fanden Sicherheitsforscher um Douglas J. Leith, School of Computer Science & Statistics, Trinity College Dublin, Ireland, 25th March, 2021 heraus, dass Android-Geräte von Google im großen Umfang Daten an den Konzern schicken, auch wenn man diese Übermittlung von Telemetrie-Daten eigentlich abgestellt wähnte. Sie kommen dabei zu dem Schluss, dass alle Geräte außer denen mit /e/-OS "große Mengen an Informationen an die Betriebssystem-Entwickler und Drittfirmen" verschicken. Und das schon, wenn der Nutzer kaum eigene Apps installiert. Außerdem sei es bei den meisten dieser Dienste unmöglich°, die Datensammelwut einzuschränken, geschweige denn sie ganz zu unterbinden.

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°unmöglich - nicht wirklich, denn das Blockieren ausgehender Daten, wie bspw. Telemetrietraffic, ist selbst bei Android Geräten ohne sog. 'rooten' möglich - mit NetGuard No-Root-Firewall.

Kürzlich haben die Forscher Haoyu Liu, Paul Patras, Douglas J. Leith, University of Edinburgh, UK 2Trinity College Dublin, Ireland Smartphones von Firmen wie Samsung, Xiaomi und Huawei untersucht. Sie übermitteln umfangreiche Telemetriedaten, was sich nicht abstellen lässt.

Professor Doug Leith und seine Kollegen vom Trinity College in Dublin haben sich in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung »Android Mobile OS Snooping By Samsung, Xiaomi, Huawei and Realme Handsets« die Daten angeschaut, die von werksseitig vorinstallierten Apps auf in Europa verkauften Geräten der Hersteller Samsung, Xiaomi, Huawei, Realme, LineageOS und /e/-OS verschickt werden. Dazu gehören die Apps von Google (samt den Play Services und dem App Store der Firma) und andere System-Apps von Facebook, Microsoft und LinkedIn. Sie kommen dabei zu dem Schluss, dass alle Geräte außer denen mit /e/-OS "große Mengen an Informationen an die Betriebs­system-Entwickler und Drittfirmen" verschicken. Und das schon, wenn der Nutzer kaum eigene Apps installiert. Außerdem sei es bei den meisten dieser Dienste unmöglich, die Datensammelwut einzuschränken, geschweige denn sie ganz zu unterbinden.

Auch LineageOS, obwohl oft als datenschutzfreundliche Alternative zu Google beworben, sendet demnach Daten an Google. Die LineageOS-Entwickler bestreiten dies allerdings und merken an, dass die Forscher aus Dublin das optionale Drittanbieter­ Paket OpenGApps installiert hätten, welche Googles Apps auf den Geräten der Hersteller nachrüstet. Werksseitig seien diese Apps nicht installiert, so die Lineage-Entwickler. Man empfehle Open-Source-Alternativen wie F-Droid und MicroG.

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Tabelle I fasst die Daten von jeder der untersuchten Android OS-Varianten zusammen. Die wissenschaftliche Veröffentlichung vom 6. Oktober 2021 »Android Mobile OS Snooping By Samsung, Xiaomi, Huawei and Realme Handsets« hier in vollem Umfang als PDF-Dokument. »Immerhin sehen die Forscher einen Lichtschimmer: "/e/-OS [der e.foundation, Paris] sammelt so gut wie keine Daten, es ist bei Weitem die Privatsphäre-freundlichste Android-Version" loben sie das Google-freie Betriebssystem.«

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass /e/OS im Wesentlichen keine Daten sammelt und ist in diesem Sinne die bei weitem privatste der untersuchten Android OS-Varianten, die wir untersucht haben. Auf allen anderen Handgeräten senden die Google Play Services und die System-Apps des Google Play Store eine eine beträchtliche Menge an Daten an Google, deren Inhalt unklar und nicht öffentlich dokumentiert ist und Google bestätigt, dass es Google bestätigt, dass es keine Möglichkeit gibt, sich von dieser Datenerfassung abzumelden.

LineageOS sammelt keine Daten, die über diese von Google gesammelten Daten hinausgehen, und ist daher vielleicht die die nächste private Wahl nach /e/OS.

Wir beobachten, dass das Realme Gerätedaten sammelt, einschließlich Details zu installierten Apps, aber nicht mehr. Die Geräte von Samsung, Xiaomi und Huawei sammeln Details der Benutzerinteraktionen mit dem Gerät, zusätzlich zu den Geräte-/App-Daten. Von diesen sammelt Xiaomi die die umfangreichsten Daten über Benutzerinteraktionen, einschließlich des Zeitpunkts und die Dauer jedes App-Fensters, das von einem Nutzer betrachtet wird. Auf dem Huawei-Mobiltelefon ist es die Microsoft Swiftkey-Tastatur, die Interaktionen des Nutzers mit Apps, Huawei selbst sammelt selbst sammelt nur Geräte- und Anwendungsdaten. Wir Wir beobachten, dass Samsung Daten über die Interaktion der Nutzer mit ihren eigenen System-Apps, aber nicht allgemeiner. [Zitat, Seite 3; frei übersetzt von ungoogled]

VII. SCHLUSSFOLGERUNGEN
Wir präsentieren eine eingehende Analyse der Daten, die von den Samsung, Xiaomi, Huawei, Realme, LineageOS und /e/OS Varianten von Android. Wir stellen fest, dass, mit der bemerkenswerten Ausnahme e/OS, selbst bei minimaler Konfiguration und im Ruhezustand des Geräts diese herstellerangepassten Android-Varianten selbst im Leerlauf erhebliche Mengen an Informationen an den Betriebssystementwickler und auch an Drittanbieter (Google, Microsoft, LinkedIn, Facebook usw.), die Systemanwendungen vorinstalliert haben.

Während eine gelegentliche Kommunikation mit OS-Servern zu erwarten ist, geht die beobachtete Datenübertragung geht weit darüber hinaus und wirft eine Reihe von Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes. [Zitat, Seite 12; frei übersetzt von ungoogled]

Siehe auch heise-online
Google Play-Dienste
Die Play-Dienste übersenden alle 20 Minuten … Benutzerdaten an die Google LLC, USA, … Hardware Seriennummer,

IMEI des Geräts, IP-Adresse, Nutzerstatistiken von Apps, SIM-Karte Serien- und Telefonnummer an die Google LLC. Davon betroffen sind im Grunde alle Android-Nutzer, die die Google Play Services auf ihrem Gerät installiert haben.

Die Google Play Services aka Google Play-Dienste, Erstveröffentlichung 26.09.2012, sind seit Jahren dafür bekannt, personenbezogene Daten von den Nutzern bzw. den Android-Geräten zu sammeln und an Google in Realtime zu übermitteln, einschließlich Standort- und Werbeverfolgung. Der große Funktionsumfang der Google Play-Dienste erfordert weitreichende Zugriffsberechtigungen auf das Android-Smartphone, die automatisch ohne Rück­frage erteilt sind.

Die Google Play-Dienste übersenden alle 20 Minuten E-Mail-Adresse, Hardware Seriennummer, IMEI des Geräts, IP-Adresse, Nutzerstatistiken von Apps, SIM-Karte Serien- und Telefonnummer an die Google LLC. Davon betroffen sind im Grunde alle Android-Nutzer, die die Google Play Services auf ihrem Gerät installiert haben.

Wer das "nach Hause telefonieren" seines eigenen Android Gerätes nicht mehr akzeptieren möchte, also will, dass das es aufhört Informationen an Google weiterzugeben, der muss sich von den Google Play-Diensten und den entsprechenden Google-Apps trennen. Die sicherste Methode ist, ein ganz neues Android™ Betriebssystem auf dem Smartphone und Tablet zu installieren, das ohne Google „Services“ auskommt.

Google. Das Böse ist immer und überall. „Don't be evil“
Seedvault Backup
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Seedvault ist eine unabhängige Open-Source-Datensicherungs- und Wiederherstellungsanwendung für Android und abgeleitete mobile Betriebssysteme. Durch die Speicherung der Daten von Android-Benutzern an einem vom Benutzer ausgewählten Ort und durch die Verwendung einer clientseitigen Verschlüsselung zum Schutz der gesicherten Daten bietet SeedVault Benutzern maximalen Datenschutz und Ausfallsicherheit mit nur wenigen Tip-Taps.

Während jeder Smartphone-Nutzer mit umfassenden Datensicherungen für den Fall des Verlustes oder Diebstahls seines Handys gewappnet sein möchte, möchte nicht jeder Android-Nutzer seine sensiblen Daten dem Cloud-basierten Speicher von Google anvertrauen. Durch das Speichern von Daten außerhalb der Reichweite von Google und die Verwendung einer clientseitigen Verschlüsselung zum Schutz aller gesicherten Daten bietet Seedvault Benutzern maximalen Datenschutz bei minimalem Aufwand.

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Googbye Google'Sicherung' auf 'Google Drive sichern'. Seedvault ermöglicht es Android-Benutzern, ihre Telefondaten zu speichern, ohne auf den proprietären Cloud-Speicher von Google angewiesen zu sein. Benutzer können entscheiden, wo das Backup ihres Telefons gespeichert wird, z.B. auf ein externes USB-Flash-Laufwerk bis hin zu einer selbst gehosteten Cloud-Alternative wie NextCloud á la ⤤ freecloud.eu.

Seedvault wird inzwischen mehrheitlich von CustomROM Entwicklern als 'die' Open-Source Android Backup Lösung ins CustomROM als System-App implementiert, namentlich CalyxOS, DivestOS /e/OS, GragheneOS, LineageOS und LineageOS-for-microG (by Marvin-Wißfeld-Team).

Ungoogled Chromium
Datensendeverhalten Desktop-Version – Browser-Check Teil2

»Im Rahmen der Artikelserie »Browser-Check« von Mike Kuketz, IT-Security, werden diverse Browser auf ihr Datensendeverhalten geprüft. Mittels eines Intercepting-Proxys wird das Verhalten der Browser beim Start und auch während der Nutzung analysiert. Es wird geprüft, wohin ein Browser eine Verbindung aufbaut und welche Daten dabei übermittelt werden. Die Ergebnisse sollen Aufschluss darüber geben, wie datenschutzfreundlich ein Browser in der Standardkonfiguration ist und Tipps ableiten, wie sich das »Nach-Hause-Telefonieren« einschränken oder sogar vollständig abschalten lässt.«

Ungoogled Chromium Browser
Tracker als Android-App „getarnt“

Die Tracker werden von den Herstellern als Android-App "getarnt" und gelangen so auf das Smartphone. Durch die Installation werden die Anwendungen (Apps) mit Berechtigungen ausgestattet, die es ihr erlauben, die Daten des Benutzers aufzuzeichnen und Zugriff auf bestimmte Bereiche auf das Smartphone zu bekommen.

↪ Exodus Privacy hat nicht nur einmal mehr als 30 (i.W. dreißig) Tracker in einer Apps gefunden. Drei bis 10 Tracker in einer Apps sind "üblich". Das gesammelte Benutzerverhalten wird zusammengetragen und in maßgeschneiderte Werbung umgesetzt. Exodus Privacy ist eine Datenschutz-Auditing-Plattform für Android-Anwendungen und nach französischen Gesetz von 1901 anerkannte Non-Profit-Organisation. Diese Organisation wird von Hacktivisten geführt, die die Privatsphäre überall schützen wollen.

Ob und in wie weit eine Anwendung (App) „Tracker verseucht“ ist, kann schon vor der Installation geprüft werden, indem Namen, das Handle oder die Google Play-URL ↪ hier eingegeben werden.

Google's Milliarden-Deal$

Der Werbeumsatz von Google LLC ist stetig gestiegen und überschritt im Jahr 2018 erstmals die Grenze von 100 Milliarden US-Dollar. Im Jahr 2020 stiegen die die Werbeumsätze auf rund 146,92 Milliarden US-Dollar (Quelle Statista GmbH). Vergleichen Sie diese Zahlen einmal mit den Zahlen der fünf größten deutschen DAX-Unternehmen …

Im dritten Quartal 2020 belief sich der Umsatz von Alphabet Inc. auf rund 46,17 Milliarden US-Dollar. Der größte Umsatzanteil wurde dabei mit rund 46 Milliarden US-Dollar von Tochterunternehmen Google beigesteuert. Für das erste Quartal 2021 hat Alphabet Inc. einen Gewinn (!!!) in Höhe von rund 17,93 Milliarden US-Dollar ausgewiesen. Im Vorquartal belief sich der Gewinn noch auf rund 15,23 Milliarden US-Dollar. Alphabet | Google macht in drei Monaten so viel Gewinn, wie nur wenige Unternehmen Umsatz im Jahr. Die im März 2019 von der EU-Kommission verhängte Kartellbuße in Höhe von 1,7 Milliarden US-Dollar hat Alphabet | Google quasi aus der Portokasse bezahlt.

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TeamWin TWRP Recovery

TWRP Recovery ist ein Open-Source-Gemein­schaftsprojekt und 'Platzhirsch' Tool im Custom Recovery Sektor. Auch sog. 'unofficial' Versionen sind eine große Hilfe.

SkyHawk Recovery Project

SHRP basiert auf TWRP, hat zusätzliche Funktionen wie Magisk Manager, SHRP Survival für A/B-Geräte, Magisk Survival und passt eine optisch hervorragend zu iodéOS.

OrangeFox Recovery

OrangeFox Recovery hat eine erhöhte Kompatibilität mit TWRP, unterstützt Treble- und Nicht-Treble-ROMs sowie Magisk.

Lineage-Recovery

Lineage's Eigenentwicklung sorgt für das reibungslose integrieren von OTA-Updates und Add-ons. NanDroid Backup und Restore ist mit dieser Recovery nicht möglich.

Android Tracking ➚

Stiftung Warentest: Tracking. Was ein einziger Tag am Handy über Surfer verrät.

Protect your data.
Einen Tag lang haben wir alles protokolliert, was unser Redak­teur Martin Gobbin online mit seinem Handy macht. Wir waren nicht die Einzigen: 128 Daten­sammler haben ihn ebenfalls über­wacht. Kein Wunder: Tracking ist der Preis, den wir dafür zahlen, dass wir meist nichts zahlen, wenn wir Apps und Internet­seiten nutzen. Über­raschend: Nach­richten­seiten tracken mehr als Porno-Seiten. Weniger über­raschend: Google ist fast über­all, und auch Facebook sammelt Daten, was das Zeug hält. Artikel als PDF downlaoden

Tracking und Werbung

Die meisten Apps aus dem Android Google Play Store beinhalten Software-Bausteine von Drittanbietern, die dem Nutzer Werbung einblenden oder seine Aktivität auf Schritt und Tritt verfolgen.

Für die reine Funktionserbringung einer App oder Website ist die Einbindung von Werbung sowie die Übersendung von Trackingddten nicht erforderlich. Diese Software-Bausteine von Drittanbietern werden bewusst und aktiv von den Entwicklern dort integriert. Mein Eindruck ist, dass die Verantwortliche oft selbst nicht wissen, welche Daten diese Bausteine resp. Module (in der Fachsprache auch SDK genannt) eigentlich genau erfassen. Das ist fahrlässig und verantwortungslos, denn mit der Einbindung von Tracking-, Analyse- und Werbebausteinen geht ein unnötiges Risiko für die Sicherheit und den Datenschutz der Nutzer einher.

Trackerless deGoogled Phones

100% trackerlose deGoogled CustomROMs. Demnächst als einer meiner Schwerpunkte.

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Trackerless-Variante ohne Push-Benachrichtigungen
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auf USB oder Cloud. Keine propritäre Google Sicherung
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Vertraulich durch Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

Heute ist nicht alle Tage, es geht bald weiter, keine Frage.